Schadenersatz nur bei einwandfrei funktionierenden Rollladen

DiVielen Versicherungsnehmern ist nicht klar, dass bei einem Schadensfall auch relevant ist, ob der Sonnenschutz vor dem Sturm ordnungsgemäß funktioniert hat. Dieser Punkt ist wichtig, denn eine mangelnde Pflege kann die Leistung der Versicherung einschränken. Das gilt auch dann, wenn die Umgebung nicht ausreichend vor Sturmschäden gesichert wurde und etwa nicht richtig verstaute Sonnenliegen vom Wind gegen den Rollladen geschleudert werden. Daher ist es auch aus versicherungsrechtlichen Gründen wichtig, seine Outdoor-Möbel gut zu sichern, wenn ein Sturm aufzieht. Bäume solle man regelmäßig auf eine mögliche Sturzgefahr prüfen.

Insektenschutz-Rollos bei Sturm hochfahren

Die Frage der Sorgfaltspflicht stellt sich auch beim Einsatz von Insektenschutz-Rollos. Diese sollten bei Sturm auf jeden Fall hochgefahren werden. Das Gewebe ist zwar luftdurchlässig und daher sehr windstabil, dennoch kann es durch Gegenstände, die der Wind herumwirbelt, beschädigt werden.

Wettergefahren trotz bei Abwesenheit sicher erkennen

Nicht immer ist es möglich, seinen Sonnenschutz bei Abwesenheit rechtzeitig vor Schäden zu schützen. Dafür gibt es mittlerweile technische Hilfe in Form von Windsensoren und Windwächtern. Diese kontrollieren das aktuelle Wetter automatisch und regeln bei aufkommendem Sturm selbständig das Hoch- und Herunterfahren.

Zusammenfassung:

Als außenliegendes Sonnenschutzelement ist ein Rollladen den Kräften des Windes besonders ausgesetzt. Er sollte daher je nach Ausführung des Produkts ab einer bestimmten Windstärke komplett ein- oder ausgefahren werden, damit man bei Schäden Leistungen der Gebäudeversicherung geltend machen kann. Der jeweilige Belastungswert durch den Wind wird gemäß der Beaufort-Skala („Bft“) angegeben. Diese Skala reicht von Windstille (Klasse 0) bis Orkan (Klasse 12). Welcher Windwiderstandsklasse ein Rollladen standhält, lässt sich in der Bedienungsanleitung des Produkts nachlesen.